Im August 2004 genehmigte die US-amerikanische Food and Drug Administration ein injizierbares medizinisches Gerät auf der Basis von Poly-L-Milchsäure (PLLA) zur Wiederherstellung und/oder Korrektur der Anzeichen von Gesichtsfettverlust (Lipoatrophie) bei Menschen mit dem humanen Immundefizienzvirus.
Infolgedessen stießen die Eigenschaften der PLLA-Mikropartikel auf großes Interesse in der medizinischen Fachwelt. Polylactide werden seit langem sicher in medizinischen Anwendungen wie Stiften, Platten, Schrauben, Knochen- und Weichgewebeimplantaten sowie als Vektoren für die nachhaltige Freisetzung bioaktiver Verbindungen eingesetzt.
Das L-Isomer der Polymilchsäure ist ein biologisch abbaubares, biokompatibles, biologisch inertes synthetisches Polymer. Vermutlich initiieren PLLA-Mikropartikel die Neokollagenese als Folge einer normalen Fremdkörperreaktion auf ihre Anwesenheit.
Durch den Aufbau von Kollagen entsteht im Laufe der Zeit Volumen an der Injektionsstelle, während die PLLA-Mikropartikel zu Kohlendioxid und Wasser verstoffwechselt und über die Atemwege ausgeschieden werden.
Poly-L-Milchsäure (PLLA) ist der Hauptbestandteil von Reborn, einem Gesichtsvolumenverstärker zur Behandlung von Lipoatrophie der Wangen.
PLLA wird verwendet, um die Kollagensynthese in Fibroblasten durch Fremdkörperreaktion in Gegenwart von Makrophagen zu stimulieren. Makrophagen wirken als Stimulans bei der Sekretion von Zytokinen und Mediatoren wie TGF-β, die den Fibroblasten dazu anregen, Kollagen in das umgebende Gewebe abzusondern. Daher hat PLLA potenzielle Anwendungen in dermatologischen Studien.
Bearbeitet von Sharon
