Injizierbare Hautfüller bieten einen minimalinvasiven Ansatz zur Reduzierung von Gesichtslinien und -falten und zur Wiederherstellung des Gesichtsvolumens. Aufgrund ihrer Beliebtheit und Vorteile suchen plastische Chirurgen nach Möglichkeiten, den Nutzen zu maximieren. Eine aktuelle Studie legt nahe, dass Hautfüller bei jedem Patienten ein unterschiedliches Ausmaß an Lifting- und Volumeneffekten bewirken.
Die Verwendung von Leichen war eine große Hilfe für plastische Chirurgen, die den Einsatz von Füllstoffen maximieren. Nach der Injektion von Hautfüllern wurden Scans der Leichen angefertigt und zeigten eine signifikante Zunahme des lokalen Weichgewebevolumens in zentralen Bereichen des Gesichts. Durch die gezielte Behandlung dieser Bereiche erzielten die Gesichtsinjektionen lokale Lifting-Effekte. Die Vorteile waren jedoch äußerst lokal begrenzt und hatten keine begleitenden regionalen Effekte. Wenn Hautfüller jedoch in seitliche Bereiche wie Schläfe, Mittelgesicht und Kiefer injiziert wurden, führten die Füllstoffe nicht nur zu einer lokalen Straffung, sondern auch zu einer regionalen Straffung benachbarter Gesichtsbereiche.
Aufgrund dieser Erkenntnisse erkennen plastische Chirurgen die Bedeutung kombinierter Injektionstechniken, um ihren Patienten größere Vorteile zu bieten. Wenn ein plastischer Chirurg beispielsweise eine tiefe Füllerinjektion und eine Schläfeninjektion hinzufügte, führte die Technik zu einer zusätzlichen Steigerung der Anhebung der Schläfe um 17,5 Prozent und einer Steigerung der Anhebung der Kieferpartie um 100 Prozent.
Die Ergebnisse stehen im Einklang mit früheren Erkenntnissen über die detaillierte Anatomie des Gesichts und der Tatsache, dass Füllstoffe die Spannung der Faszien (Bindegewebe) unter der Haut verändern und die oberen Hautschichten neu positionieren können. Obwohl diese Techniken wie andere Hautfüller nicht dauerhaft sind, bieten sie minimalinvasive Lifting-Effekte, die nach Belieben des Patienten wiederholt werden können.

Bearbeitet von Maggie
